Pfefferminzöl als Hausmittel gegen Schmerzen

Pfefferminzöl

Pfefferminz ist nicht nur eine erfrischende Zutat, die in Kaugummis oder im Tee für einen intensiven Geschmack sorgt: Das Öl, das aus den Blättern der Pfefferminze gewonnen wird, kann auch bei gesundheitlichen Beschwerden effektiv wirken. Seit jeher ist die Pflanze, die der Familie der Lippenblütler entstammt, in der Naturmedizin bekannt. Pfefferminzöl ist auch deshalb so beliebt, da sie bei verschiedensten Gesundheitsproblemen eingesetzt werden kann und auf natürliche Weise zu einer Linderung verhilft.

Bereits die alten Ägypter verwendeten die Pfefferminze als Beigabe zur Grabesruhe, während man in der Antike eher auf die Wurmabtötende Wirkung setzten. Im 8. Jahrhundert wurde die Pfefferminze vermehrt in der klösterlichen Medizin eingesetzt. Doch auch heute ist das Heilkraut viel mehr als nur eine aromatische Zutat.

Natürliches Therapeutika bei Bauchschmerzen

Was viele nicht wissen: Die Pfefferminze wird auch Bauchwehkraut genannt. Der Name geht natürlich auf die enorme Wirkung des Pflanzenöls bei Beschwerden im Bauchraum hervor. Pfefferminzöl enthält zahlreiche ätherische Öle, die bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt entspannend wirken. Die ätherischen Öle entspannen den gereizten Darm sowie die Muskeln im Verdauungstrakt und sorgen so schnell für ein Abklingen der Bauchschmerzen. Nimmt ein Betroffener das heilsame Pfefferminzöl als Magensaftresistende Kapsel, die erst im Darm aufgelöst wird, können die ätherischen Öle direkt dort wirken, wo der Bauchschmerz entstanden ist.

Auch Patienten mit dem häufig auftretenden Reizdarm Syndrom schwören auf das Pfefferminzöl in Kapselform, das bei den unterschiedlichen Symptomen der betroffenen Patienten für eine Linderung der ständig auftretenden Beschwerden effektiv helfen kann.

Leidet man nach einer üppigen Mahlzeit unter einem unangenehmen Völlgefühl, Übelkeit, Blähungen oder Bauchschmerzen, kann ein frisch aufgebrühter Pfefferminztee wahre Wunder wirken.

Äußerliche Anwendung von Pfefferminzöl

Pfefferminzöl kann sowohl innerlich, so zum Beispiel in Kapselform, als Tee oder pur verdünnt eingenommen werden. Es wirkt aber auch äußerlich. So zum Beispiel bei verspannten Muskeln. Durch die ätherischen Öle, die im Pfefferminzöl enthalten sind, können die Muskeln gelockert werden und schmerzhafte Verspannungen vermieden werden.

Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen

Pfefferminzöl wird häufig bei Spannungskopfschmerz als Alternative zur klassischen Kopfschmerztablette angewendet. Besonders Patienten mit chronischen Kopfschmerzen greifen immer häufiger zu dem natürlichen Heilmittel, anstatt sich mit chemischen Schmerzmitteln zu betäuben.

Wird das speziell hergestellte medizinische Pfefferminzöl auf die betroffene Kopfpartie einmassiert, kühlt es nicht nur, sondern sorgt für einen entspannenden Effekt der betroffenen Muskeln. Ebenso sollen das medizinische Pfefferminzöl auf die Schmerzweiterleitung verhindern, sodass keine Schmerzimpulse mehr weitergeleitet werden können.

Pfefferminzöl bei Erkältung einsetzen

Das wohl bekannteste Anwendungsgebiet von Pfefferminzöl ist wohl die Erkältung. Egal, ob Pfefferminztee bei kaltem Wetter, dass die Atemwege wieder frei pustet, oder den Schleim aus den Bronchien und der Nase pustet. Pfefferminzöl ist ein echter Allrounder, wenn es um typische Symptome einer Erkältung geht.

  • Bei Patienten mit einer Erkältung oder Grippe profitieren hierbei von der unterschiedlichen Wirkweise des Öls der Pfefferminze.
  • Gegen erkältungsbedingten Gliederschmerzen kann das schmerzlindernde Öl ebenfalls helfen.
  • Bei verschnupften Nasen kann ein Inhalationsdampfbad dank der ätherischen Öle für freie Atemwege sorgen und das Atmen wieder erleichtern.

Was muss man bei der Anwendung beachten?

Pfefferminzöl wird seit vielen Jahrhunderten als Naturheilmittel eingesetzt. Auch heute noch setzen wir bei verschiedenen Beschwerden auf die wirksame Kraft der Heilpflanze. Doch ganz gleich ob man das Öl für eine äußerliche oder innerliche Behandlung einsetzen möchte, es gibt etwas Wichtiges zu beachten:

Pfefferminzöl darf niemals unverdünnt angewendet werden. Bei einer oralen Anwendung des Öls kann es zu einer schweren Magenschleimhautentzündung kommen, wenn man das Öl unverdünnt aufnimmt. Auch bei der äußerlichen Anwendung muss das Öl unbedingt verdünnt werden, damit keine Reizungen der Haut entstehen.

Wo bekomme ich Pfefferminzöl?

In der Apotheke oder im Reformhaus werden bereits verdünnte Pfefferminzöltropfen angeboten.

Achtung ist geboten, wenn man das verdünnte Öl bei Kopfschmerzen auftragen möchte. Das Naturheilmittel darf nicht mit den Augen in Kontakt kommen.
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